Amazon Web Services (AWS) verleiht 56k.Cloud die Zertifizierung «AWS IoT Competency». AWS vergibt diese an Partner, die Kundenprojekte vorweisen können, bei denen sie nachweislich über fundiertes technisches Know-how verfügen, um Industrieanlagen mit der Cloud zu verbinden.
In Schweizer Produktionsbetrieben verlassen die Daten oft nicht die Werkstatt: Sie verbleiben in der SPS, hinter geschlossenen Netzwerken. Der Zugriff darauf, um sie nutzen zu können, erfordert eine massgeschneiderte Entwicklung, und das kann Jahre dauern. In der Zwischenzeit laufen die Maschinen weiterhin ausserhalb ihrer optimalen Betriebsbedingungen. Komponenten im Wert von Zehntausenden von Franken altern schneller als erwartet, und es entstehen Kosten, die durch eine auf die SPS abgestimmte Steuerung eingespart werden könnten. Für eine Industrie, die sich durch Präzision und Qualität auszeichnet und nicht durch Arbeitskosten, ist dies nicht nur ein IT-Thema: Es ist eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit.
Vom Pilotprojekt zur Zertifizierung
Die Arbeit von 56k.Cloud im Bereich des Internets der Dinge (IoT) begann 2022 mit einem ersten AWS-IoT-Greengrass-Projekt für ein US-amerikanisches Sicherheitsunternehmen. Das Projekt war experimenteller Natur, und das frisch gegründete IoT-Team verbrachte lange Nächte damit, Prototypen für einen Kunden mit hohen Anforderungen zu entwickeln. Seither hat das Unternehmen eine bewährte IoT-Praxis aufgebaut und eine eigene AWS-IoT-Referenzarchitektur entwickelt. Heute laufen seine Systeme in U-Bahn-Netzen, die täglich Millionen von Fahrgästen befördern, in sicherheitskritischen Anlagen und in der Schweizer Industrieproduktion.
Drei Projekte bilden die Grundlage für diese Zertifizierung:
- Gilgen Door Systems: Über 640 U-Bahn-Türen im asiatisch-pazifischen Raum werden live überwacht und übermitteln ihre Daten an ein Echtzeit-Dashboard.
- Muller Technology (Conthey, VS): Ein Maschinenpark mit Verpackungsmaschinen, die über die 56k.Cloud-Plattform vom Edge bis zur Cloud vernetzt sind, mit einem einzigen Dashboard für den gesamten Maschinenpark. Dieses Projekt wurde insbesondere von der Stiftung The Ark unterstützt.
- Vernetzte Industrieanlagen mit Eurotech: Edge-to-Cloud-Überwachung für einen Hersteller von Industrieausrüstung, basierend auf den AWS-zertifizierten Edge-Gateways von Eurotech.
Nähe zur Schweizer Industrie
«Eine Zertifizierung ist nicht nur eine Trophäe. AWS prüft, was bei uns in der Produktion tatsächlich läuft, und bestätigt, dass es funktioniert. Unsere Mitarbeiter waren direkt an den Rampen und neben den betreffenden Maschinen vor Ort. Genau diese Nähe braucht die Schweizer Industrie, und genau diese bauen wir hier weiter aus», erklärt Jean-Pierre Gehrig, CEO von 56k.Cloud.
Für Produktionsunternehmen, die von diesen Ergebnissen profitieren möchten, ohne ein eigenes IoT-Team aufbauen zu müssen, stellt 56k.Cloud nun einen selbst verwalteten Service zur Verfügung.
Quelle: Medienmitteilung von 56k.Cloud