Die digitale Transformation: eine Achse, die sich innerhalb der HES-SO Valais-Wallis entwickelt

Als Innovationsträgerin in einer sich ständig wandelnden Welt wollte die HES-SO Valais-Wallis die Kompetenzen und Kenntnisse ihrer fünf Hochschulen nutzen und sie im Rahmen der Achse Digitale Transformation zusammenführen. Ziel dieser Forschungsachse ist es, ein günstiges Umfeld für die Entwicklung von interdisziplinären Innovationen zu schaffen, die auf die aktuellen digitalen Herausforderungen ausgerichtet sind. Im Anschluss an eine im April veröffentlichte Ausschreibung kündigte die Achse die Unterstützung von drei Projekten an, deren potenzielle Auswirkungen als wichtig erachtet wurden.

Die Achse Digitale Transformation ist als Raum für die Zusammenarbeit zwischen den neun Forschungsinstituten der HES-SO Valais-Wallis gedacht. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Institute nehmen an der Achse teil und haben die Aufgabe, den Informationsaustausch über Projekte und Initiativen im Zusammenhang mit der digitalen Transformation zu kommunizieren und zu koordinieren. Außerdem sollen externe Kooperationen gefördert werden, unter anderem durch das Swiss Digital Center in Siders.

 

Projektausschreibung: Förderung von Projekten im Dienste der Bevölkerung.

Die Achse Digitale Transformation fördert interdisziplinäre, institutsübergreifende Projekte und bietet eine Finanzierung von maximal 50’000 CHF pro Projekt. Das Ziel ist es, bereits laufende Aktionen und Projekte aufzuwerten („Digital Booster“) und gleichzeitig neue Kooperationen zu fördern, um den Mehrwert eines multidisziplinären Ansatzes in diesem Bereich zu demonstrieren. Die Projekte müssen nachweisen können, dass sie rasch bedeutende gesellschaftliche, menschliche, wirtschaftliche oder technologische Auswirkungen auf die Region haben.

Für das Jahr 2022 wurden drei Projekte ausgewählt. Sie werden ein Porträt der Digitalisierung im Wallis erstellen und dazu beitragen, das Potenzial der Digitalisierung in den wichtigen Bereichen Gesundheit und Bildung auszuschöpfen. So hat die Achse Digitale Transformation die folgenden Projekte ausgewählt:

 

1. Die Berge im digitalen Zeitalter erleben: ein Porträt der digitalen Kluft im Wallis.

Das von Alain Imboden, Professor am Institut für Tourismus, geleitete Projekt zielt darauf ab, die Einflussfaktoren des digitalen Grabens im Wallis zu analysieren, indem es die Nutzung, die Kompetenzen und die Wahrnehmung der Walliser Bevölkerung in Bezug auf digitale Werkzeuge und Dienstleistungen erfasst. Es soll die Elemente ermitteln, die zum Bestehen einer digitalen Kluft beitragen, mit dem Ziel, Lösungen anzubieten, aber auch die Vorteile der Digitalisierung hervorzuheben. Das Ungleichgewicht in Bezug auf die Digitalisierung ist auch geografisch bedingt. Das Flachland und die Bergregionen profitieren derzeit nicht vom gleichen Niveau der Installationen und der Nutzung des digitalen Werkzeugs. Ein gutes Verständnis und Management des digitalen Übergangs auf der Ebene des Wallis ist daher ein wichtiges Thema, um die Inklusion der gesamten Bevölkerung zu gewährleisten. Ein solcher Übergang kann ländlichen oder Berggemeinden neue Perspektiven eröffnen, indem er die Überwindung von Entfernungen sowie von Barrieren aufgrund der geografischen Beschaffenheit des Kantons ermöglicht und die Abwanderung in die großen städtischen Zentren einschränkt.

 

2. Digitale Rehabilitation von Osteoarthritis: Analyse des Weges des Patienten/der Patientin zur Erkennung und Verfolgung von Auffälligkeiten.

Das von Professor Jean-Paul Calbimonte vom Institut Informatik geleitete Projekt möchte die Behandlung von Patienten mit Osteoarthritis verbessern. Die digitale Rehabilitation kann die Unterstützung, Orientierung, Behandlung und Nachsorge von Patienten erheblich verbessern und gleichzeitig die Kosten senken und eine höhere Lebensqualität für Patienten mit Erkrankungen wie Arthrose ermöglichen. Arthrose in Hüfte und Knie sowie chronische oder rezidivierende Rückenschmerzen stellen eine massive Belastung für den Einzelnen und die Gesellschaft dar und verursachen enorme Gesundheitskosten. Ziel dieses Projekts ist die gemeinsame Entwicklung und Prototypisierung einer mobilen Anwendung für Osteoarthritis-Patienten. Das Projekt basiert auf Chatbot-Interaktionen zur Datenerfassung und Unterstützung der Patienten, zur Analyse von Verläufen, um Hochrisikomarker zu identifizieren, und zur Nachverfolgung von Personen mit Osteoarthritis. Schließlich wird die Patientenanwendung Empfehlungen für Patientenrichtlinien und -aufklärung erstellen, indem sie Übungsgruppen und das Selbstmanagement der Krankheit unterstützt.

 

3. VRHeadset4SpecialNeeds (VRHeadset4SpecialNeeds)

Das Projekt VRHeadset4SpecialNeeds von Professor Silvan Zahno vom Institut für Industrielle Systeme zielt darauf ab, Lernenden mit Lernschwierigkeiten mithilfe eines handelsüblichen Virtual-Reality-Headsets zu helfen. Im Laufe des Projekts wurde klar, dass die im Handel erhältlichen VR-Headsets aufgrund mehrerer Faktoren nicht ideal für die Zielgruppe sind. Einer dieser Faktoren ist die wahrnehmbare Latenz zwischen der Bewegung des Nutzers/der Nutzerin und dem zeitverzögerten Effekt, der auf dem Bildschirm im Raum der virtuellen Realität angezeigt wird. Die effektivste Lösung zur Verringerung dieser Latenz und zur Verbesserung der Immersion des Nutzers ist die Arbeit auf der Hardware-Ebene. In diesem Projekt wird von den verschiedenen Komponenten, die ein vollständiges VR-Headset ausmachen, nur die Komponente ins Visier genommen, die für die Verfolgung der räumlichen Umgebung und der Bewegungen zuständig ist. Durch die Nutzung aller Möglichkeiten von ereignisgesteuerten Kameras soll eine Komponente entwickelt werden, die Bewegungen 2 bis 10 Mal schneller verfolgen kann. Diese Komponente wird in Verbindung mit einem bestehenden VR-Headset funktionieren können.

 

Weitere Informationen: Hier

Quelle: HES-SO Valais-Wallis

 

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